Deutscher Stahlbautag 2026 – Impulse für die Zukunft

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt im Mittelstand? Welche Antworten
braucht die deutsche Wirtschaft auf Transformation, demografischen Wandel und
wachsenden Wettbewerbsdruck? Und welche technischen Entwicklungen bestimmen
die Zukunft des Stahlbaus? Der Deutsche Stahlbautag bringt am 17. und 18.
September 2026 in Bielefeld Fachleute aus Stahlbau, Planung, Wissenschaft und
Wirtschaft zusammen. Zwei Tage lang stehen aktuelle Entwicklungen aus Technik und
Forschung sowie aktuelle strategische Fragen der Stahlbaubranche im Mittelpunkt.

Der Deutsche Stahlbautag gehört seit Jahrzehnten zu den zentralen Treffpunkten der
deutschen Stahlbaubranche. Im September 2026 verbindet der Kongress wieder fachliche
Weiterbildung mit dem Blick über das Tagesgeschäft hinaus. Technische Innovationen, neue
Anforderungen an Planung und Ausführung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung treffen auf
Fragen nach Wettbewerbsfähigkeit, Führung und der Zukunft des Wirtschaftsstandorts
Deutschland.

Foto 1 (Deutscher Stahlbautag 2026)
Der 42. Deutsche Stahlbautag findet am 17. und 18. September 2026 in Bielefeld statt.

Den Auftakt setzt Prof. Dr. Bertold Meyer mit seiner Keynote „Arbeitswelt im Doppelwandel“.
Seine Themen sind die Chancen und Risiken, die Künstliche Intelligenz und der
demografische Wandel für mittelständische Unternehmen mit sich bringen. Damit greift der
Deutsche Stahlbautag ein Thema auf, das weit über einzelne Technologien hinausgeht.
Fachkräfte werden knapper, Arbeitsprozesse verändern sich und neue digitale Möglichkeiten
stellen Unternehmen vor die Aufgabe, ihre Strukturen und Geschäftsmodelle
weiterzuentwickeln.

Technik, Forschung und Projekte aus der Praxis
Im Anschluss bietet der erste Kongresstag drei parallele Vortragsreihen zu Normung und
Forschung, innovativen Stahlbauprojekten sowie Wirtschaft und Recht. Das Spektrum reicht
von der Zukunft der Eurocodes und neuen Möglichkeiten zur Stahlidentifikation für Re-Use
und Retro-Fit über Korrosionsschutz und Verschraubungen im Stahlbau bis hin zu aktuellen
Entwicklungen bei KI, Robotik und automatisierter Fertigung.

Wie leistungsfähig und vielseitig moderner Stahlbau ist, zeigen zahlreiche aktuelle Projekte.
Vorgestellt werden unter anderem die neue Elbebrücke der A14 bei Wittenberge, die
Gottleubatalbrücke, der Fahrbahnplattentausch an der historischen Hängebrücke Köln
Mülheim sowie die moderne Fertigungsstätte für Schienenfahrzeuge in Berlin. Einen
besonderen Blick über die deutschen Grenzen hinaus ermöglicht das begehbare Kreuz für
die Sagrada Família in Barcelona. Auch der schnelle Hybridbau und die spätere Umnutzung
von Gebäuden am Beispiel des Olympischen Dorfs Mailand-Cortina 2026 stehen auf dem
Programm.

Nachhaltigkeit bleibt dabei ein wesentliches Thema. Fachbeiträge beschäftigen sich unter
anderem mit der Bewertung von Ingenieurbauwerken, der CO₂-Reduktion im Brückenbau
sowie mit technischen Voraussetzungen für Re-Use und Retro-Fit. Zugleich richtet sich der
Blick auf die Transformation der Stahlindustrie selbst. Am Beispiel der
Direktreduktionsanlage in Salzgitter wird deutlich, welche Rolle der Stahlbau bei der
Umsetzung großer industrieller Transformationsprojekte übernimmt.

Höhepunkt am Abend: Preisverleihungen
Am Abend gehört die Bühne den besten Projekten und Leistungen des Stahlbaus. Im
Rahmen der Abendveranstaltung werden der Preis und der Sonderpreis des Deutschen
Stahlbaues sowie die Ingenieurpreise des Deutschen Stahlbaues verliehen.

Die Auszeichnungen von bauforumstahl würdigen Projekte, die beispielhaft für die Qualität
und Innovationskraft des modernen Stahlbaus stehen. Sie zeigen, wie anspruchsvolle
Architektur und herausragende Ingenieurleistungen zusammenwirken und welche Lösungen
mit Stahl heute möglich sind. Gleichzeitig rücken sie die Menschen in den Mittelpunkt, die mit
ihren Ideen, ihrem Know-how und ihrer Arbeit den Stahlbau kontinuierlich weiterentwickeln.

Strategietag zu Wirtschaft, Führung und Resilienz
Der zweite Veranstaltungstag richtet den Blick bewusst über technische Fragestellungen
hinaus. Unter dem Leitthema „Wirtschaft, Führung und Resilienz“ geht es darum, wie
Unternehmen auf wirtschaftliche Unsicherheiten, strukturelle Veränderungen und neue
Anforderungen reagieren können.

Zum Auftakt diskutiert Alexandra Busch in ihrem Podcast „Architektourist“ gemeinsam mit Dr.
Kati Herzog von Goldbeck, Dr. Martina Bender vom Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU),
Dipl.-Ing. Arno Sorger vom Österreichischen Stahlbau-Verband und Dipl.-Ing. Architekt BDA
Jörg Ziolkowski von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen die Treibhausgasinventur
im Bauwesen und die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für die Wahl von Baustoffen
ergeben. Prof. Dr. Henrik Müller vom Institut für Wirtschaftspolitischen Journalismus der TU
Dortmund widmet sich anschließend der notwendigen Kehrtwende der deutschen Wirtschaft.

Weitere Impulse setzen Gunnar Schuchardt mit einem Beitrag zur Integrierten
Projektabwicklung sowie Fregattenkapitän Tanja Merkl vom Marinekommando der
Bundeswehr zum Thema Führung in herausfordernden Zeiten. Damit verbindet der
Strategietag unterschiedliche Perspektiven auf eine Frage, die viele Unternehmen der
Branche derzeit unmittelbar betrifft. Wie lässt sich auch unter schwierigen
Rahmenbedingungen verlässlich entscheiden, effizient zusammenarbeiten und Zukunft
gestalten?

Netzwerk
Neben den Vorträgen bietet die begleitende Fachausstellung an beiden Veranstaltungstagen
Gelegenheit, sich über Produkte, Technologien und Dienstleistungen für den modernen
Stahlbau zu informieren. Vor allem aber bleibt der Deutsche Stahlbautag das, was ihn seit
vielen Jahren auszeichnet: ein zentraler Ort für den persönlichen Austausch und Netzwerk
innerhalb der Stahlbaubranche.

Der 42. Deutsche Stahlbautag findet am 17. und 18. September 2026 in Bielefeld statt.
Das vollständige Programm sowie Informationen zur Anmeldung stehen unter:
https://deutscher-stahlbautag.com/

bauforumstahl e.V. (BFS) ist der Spitzenverband für das Bauen mit Stahl in Deutschland.
Gemeinsam mit dem Deutschen Stahlbau-Verband DSTV vertritt er die Anliegen seiner
Mitglieder gegenüber Politik, Fachwelt, Medien und Öffentlichkeit, bietet Wissenstransfer und
engagiert sich in Forschung und Normung. Übergeordnetes Ziel ist es, die Stahlbauweise
unter Berücksichtigung ganzheitlicher Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Flexibilität
und Nachhaltigkeit zu fördern. Zu den rund 350 Mitgliedern zählen alle namhaften deutschen
Stahlbauunternehmen, Vorlieferanten und Folgegewerke, Architektur- und Ingenieurbüros
sowie Hochschulen und Universitäten. www.bauforumstahl.de

Redaktion:
b&t bau & technik
PR und Werbung GmbH
Lisa-Marie Niehoff
Postfach 140355
D-40073 Düsseldorf
T +49 211 6707-450
E lisa-marie.niehoff@bt-pr.de

Download der Pressemeldung als PDF-Dokument

Bildnachweis:
BFS